Man habe 2020 „eine der größten Herausforderungen in der Geschichte“ gemeistert, sagte der oberste Konzernlenker Herbert Diess gleich zu Beginn der Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie heuer (wie schon 2020) nur online übertragen wurde. Er dankte vor allem den weltweit 670.000 Beschäftigten.
Trotz Corona sei es 2020 gelungen, das strategische Ziel von 10 Milliarden Euro Cash Flow zu erreichen, sagte Finanzvorstad Frank Witter: Vor allem China habe sich nach dem katastrophalen ersten Vierteljahr sehr rasch wieder erholt: Dort sei man nach wie vor die klare Nummer 1 unter den Herstellern und der neue siebensitzige Van Viloran sei sehr erfolgreich gestartet.
Wichtig sei, dass die Transformation in Richtung E-Mobilität gelinge, so Diess: Nach 142.900 E-Autos (2019) habe der Konzern im Vorjahr 422.100 BEV abgesetzt, heuer soll erstmals 1 Million erreicht werden. Bis 2030 soll der BEV-Anteil weltweit bei 50 Prozent liegen, in Europa sogar bei 60 Prozent. In Deutschland werden E-Autos in den Werken Zwickau und Dresden gebaut, 2022 sollen Hannover und Emden folgen, 2026 Wolfsburg. In den USA startet Chattanooga ebenfalls 2022, zu den beiden chinesischen Werken Anting und Foshan kommt 2023 Anhui dazu. Die Zahl der Schnellladestationen in Europa soll bis 2025 auf 18.000 verfünffacht werden, so Diess.
Relativ zuversichtlich zeigte sich der Konzern, den weltweiten Mangel an Halbleitern, der auch die Autoproduktion behindert, in den Griff zu bekommen. Den Aufbau einer Halbleiter-Produktion ausschließlich für die europäische Autoindustrie schloss Diess auf Nachfrage aber aus.
