Mit charmantem Lächeln votiert sie im Staats-TV für einen völligen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor und lobt sich als Brief(mit)schreiberin nach Brüssel zur EU. Einen Zeitpunkt dafür kann sie nicht nennen. Wozu braucht die Wirtschaft Planungssicherheit?

Unter dem Vorwand jetzt ein „schärferes Raserpaket“ zur Verkehrssicherheit auf den Weg gebracht zu haben, reitet die „Wölfin im Schafspelz“ ohne realistische Zeitangabe die nächste CO2-Attacke. 

Rund um unser schönes Österreich werden neue Atomkraftwerke gebaut, sie schützen Umwelt- und Klima und Strom. Wenn sie nicht explodieren wie in Japan oder vorher in der sowjetischen Ukraine. Die bislang atomstromfreie Türkei baut ihr Megakraftwerk und grenznah ist man auch nicht zimperlich mit der Vermehrung der Atommeiler.

Was macht Frau Gewessler? Unbedarft plaudert sie dahin, was sie alles auf den Weg gebracht habe. Das 1-2-3-Ticket werde in „kürzester Kürze“ umgesetzt, der Finanzbedarf sei da, der Bund übernimmt angeblich die halbe Milliarde Euro Kosten dafür. Wann? Noch fehlen neun Bundesländer-Zustimmungen aus dem föderalistischen Österreich.
In der krankheitsbedingten Abwesenheit von Rudolf Anschober kann sie sich als interimistische Gesundheitsministerin ein Bild von den finanziellen Auswirkungen der Pandemie machen. Wenn ihr ideologisches Brett nicht vor dem Kopf wäre, könnte sie sehen, dass die individuelle Mobilität die Wirtschaft am Leben hält und nicht ihre Öko-Kapriolen.

Zum Beispiel hat sie – zusätzlich zum Umweltbundesamt mit ausgewiesenen 528 Experten – kostenintensiv ein Klimakabinett, einen Klimabeirat fürs Parlament und einen für uns BürgerInnen auf den Weg gebracht. Klimaschutz verändert viel, vor allem die Staatsschulden.

Wenn die Experten auch so flink die wirtschaftlichen Folgen berechnen würden, wie das „heißeste Jahr 2020 in der europäischen Messgeschichte“, dann könnte sich die Umweltministerin beim Arbeitsminister verdingen, die Arbeitslosenzahlen mit ihrer Öko-Strategie zu senken. 

Die Fahrzeugwirtschaft sieht zu, wie Gewessler unter der Schlagseite des großen Koalitionspartners ihr Unwesen treiben darf. Aber es besteht Hoffnung! Denn tatsächlich denken gemäßigte Politikerkreise darüber nach, der immer liebenswürdig lächelnden Steirerin das Mega-Infrastrukturministerium zu beschneiden. Deren Erkenntnis: Sie ist diesem Auftrag nicht gewachsen.

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