Im Stellantis-Universum von Carlos Tavares bekommt sie als „Head of Sales & Marketing Enlarged Europe“ nun ihre neue Aufgabe zugeteilt. An ihre Stelle tritt Peugeot-Manager Amaury de Bourmont, der wohl die beiden deutschen Importorganisationen von Fiat und Peugeot unter ein Dach vereinen wird müssen. Da sind andere Fertigkeiten gefragt, als sie Frau Davino anzuwenden pflegte. Das macht sie bislang einzigartig! 

Bei aller Härte in den notwendigen Entscheidungen bewahrte sie sich immer den menschlichen Zugang und vertrat auch berechtigte Interessen der Vertriebspartner gegen Widerstände der Konzernherren. Davino schüttete Gräben ihrer Vorgänger in Österreich, der Schweiz und in Deutschland zu und schuf wieder eine neue Vertrauensbasis, die sich prompt in Marktanteilserfolgen niederschlug.  

Sie war und ist für jeden da, nahezu Tag und Nacht. Ich selbst telefonierte mit der Süditalienerin oft spätabends über Markenereignisse, im Hintergrund die U-Bahn-Durchsagen hörend. Das Gleiche erzählen sich die Händler, gewiss keine leichte Partie für sie, im Fall Davino mit großem Respekt. Dann kam der Horrorunfall mit wochenlangem Spitalsaufenthalt. Auch dort ließ sich die gläubige Managerin einen Arbeitsplatz einrichten, um den Geschäften ihren Stempel aufzudrücken.  

In der Konzernwelt hat das keinen Stellenwert mehr. Dennoch wird Davino ihre neue Aufgabe wieder mit vollem Elan ausfüllen. Und sie wird die Karriereleiter weiter erklimmen. Basierend auf ihrer Professionalität beherrscht sie die sensible Sprache in interner und externer Kommunikation perfekt.

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