Nicht nur, dass die Kfz-Branche mit rund 315.000 Arbeitsplätzen und 23 Mrd. € Bruttowertschöpfung einer der Wirtschaftssäulen des Staates ist: Mit einem 2. Lockdown wackeln zahlreiche Unternehmensexistenzen und es drohen Rekordarbeitslosenzahlen – wie schon von vielen Seiten prognostiziert wurde – es kann im weiterhin erforderlichen Straßenverkehr auch ordentlich gefährlich werden. 

War zwischen März und Mai nahezu egal, wenn Fahrzeuge auf den erforderlichen Fahrten mit Winterreifen weiterbetrieben wurden, so kann es ganz schön brenzlig werden, wenn Autos auf Schnee, Eis und bei niedrigen Temperaturen mit Sommerreifen dahinrutschen, nur weil die Kunden nicht zu den eingelagerten Reifen kommen oder sich einen Wechsel der Räder mit RDKS nicht selbst zutrauen.

Daher ist schon jetzt notwendig, dass die automotiven Entscheidungsträger der Bundesregierung deutlich machen, dass ein weiterer (Voll-)Lockdown der Kfz-Branche unmöglich ist. Auch im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit.

Sonst gilt es – bei aller Wichtigkeit der Kundenkontakte im Verkaufsgespräch, bei der Fahrzeugübergabe und auch unter Kollegen, bei allen kleinteiligen und für Normalbürger nicht immer nachvollziehbaren Ampelschaltungen Vorsicht walten lassen und zu MACHen:

  • M – Mund-Nasen-Schutz tragen
  • A – Abstand halten
  • C – Corona App einschalten
  • H – Hände waschen

Kein Allheilmittel, aber worum es bei all den Maßnahmen und Vorgaben gehen muss: mit der Minimierung von Risiken die Weiterverbreitung zu verlangsamen und die Wirtschaft nicht tatsächlich in den Lockdown zu zwingen.