Mit kurzzugelassenen Fahrzeugen wurde in den vergangenen Jahren der Markt künstlich gepusht und eine Blase erzeugt, die nun mit Corona geplatzt ist. Der Markt war überhitzt, es wurden Stückzahlen produziert, die nicht mehr der echten Kundennachfrage entsprochen haben. Die Hersteller haben diese Überproduktion über Importorganisationen und Händler in den Markt gepresst. Ein System, das in dieser Dimension zum Scheitern verurteilt war. Anfang des Jahres war bereits ein Rückgang zu erkennen, noch ohne Corona.
Nun hat das Fehlen der verfluchten Kurzzulassungen zu neuen Problemen geführt. Dieses Volumen hat sich bei vielen Marken zu einem eigenen Segment, zu einem eigenen Vertriebskanal entwickelt, mit denen eine spezielle Kundenklientel angesprochen wurde. Während nach dem Lockdown jene Händler profitiert haben, die ein großes Neuwagen- und Jungwagen-Lager hatten, fehlt nun der Nachschub. Das gilt auch für (junge) Gebrauchtwagen, deren Preise europaweit steigen.
Die dringende Erkenntnis: Wenn das Angebot stärker sinkt als die Nachfrage, muss die Schleuderei endlich ein Ende haben. Sinken die Stückzahlen, muss zumindest der Ertrag pro Fahrzeug stimmen.
