„Der aktuell beste Koch des Landes kocht im Autohaus spanisch“, wundert sich Gastro-Kritiker Florian Holzer im Falter 36/20. Die Rede ist von Juan Amador, der – wie der Feinschmeckjournalist etwas pikiert anmerkt – noch nie „Hemmungen hatte, seinen Namen an betuchte Auftraggeber zu verkaufen“.
Seats neuer Standort findet im Großen und Ganzen jedoch Gefallen beim Restaurantkritiker. Das gilt nicht nur für die Einrichtung („In Barcelona könnte ein Autogeschäft auch so aussehen“), sondern auch für die Küche. Folgt man Holzer, darf man sich die mallorquinische Figatella nicht entgehen lassen.
Desweiteren merkt der Autor lobend an, dass sich die Autos und deren Verkäufer dezent im Hintergrund halten – was das Management wohl als Aufforderung verstehen sollte, den Stellenwert von glänzendem Blech gegenüber dem von fetttriefender Chorizo etwas zu erhöhen.
Vollends angeregt wird unser Speichelfluss – die wir ja auch oft beruflich in Autohäusern zu tun haben – von dem Gedankenspiel des Profi-Gourmets, dass Seats Beispiel im VW-Konzern Schule machen könnte: Böhmische Schmankerln bei Skoda, Bockwurst bei VW und Weißwurst bei Audi, man stelle sich vor.
Florian Holzers Gastrokritik zur Hola! Tapas Bar können Sie hier nachlesen ...
