Gerade ist Greta Thunberg mit ihrer Sektengemeinschaft bei Angela Merkel in Berlin zu Gast, um nachhaltigen Klimaschutz einzufordern. Kompromisslos, lautstark!
Österreichs Fridays-for-Future-Aktivisten checken in ihrem Protestmarsch-Stress gegen die Automobilität nicht, was Lebensmittelketten beispielsweise mit dem Grundnahrungsmittel Erdapfel treiben.
Folgt man weiter der Logik der Vermarktungsstrategen, kosten kleinere Früchte 10 bis 12 Cent pro Kilo. Nach einer Kammer-eigenen Erhebung werden die Erdäpfel dann für durchschnittlich 93 Cent verkauft, für Bioware sogar im Durchschnitt 1,55 Euro.
Die Klima-Aktivisten stellen aber nicht zur Diskussion, wie es sein kann, dass die Verpackung der Lebensmittel mehr wert ist als das eingefüllte Produkt. Laut Landwirtschaftskammer kostet ein Papiersackerl für drei Kilogramm Erdäpfel im Großhandel etwa 7 Cent pro Stück.
Da wird nachhaltig verschwendet und keinen Klimaschützer interessiert das! Ist ja auch nicht so Aufsehen erregend wie das Autobashing. Da kann man so schön Schreckgespenster aufbauen und die Politik rollt dafür den Teppich aus.
Besonders deutlich tritt der Kontrast zur Realität in der Wahrnehmung hervor, Nachhaltigkeit in ihrer vermeintlichen Wirkmächtigkeit zu verstehen.
Die Autokritik ist in den Einstellungsmustern und Medien weit verbreitet. Sie bringt Menschen opponierender politischer Identitätsentwürfe und Gruppen zusammen, in manchen Kreisen dient sie gar als „Visitenkarte“ gesellschaftlichen Engagements.
Hinter dieser Realitätsverweigerung verschwinden zu große Erdäpfel oder Automobile, sie drückt jedoch eine Ignoranz gegenüber der betroffenen Wirtschaft mit ihrer enormen Steuerleistungskraft aus.
An unsere Branchenvertreter gerichtet: Es bleibt zu hoffen, dass bald die PolitikerInnen überzeugt werden, sich der wirtschaftlichen Realität wieder anzunähern und bemerken, dass man aktuell über Umwelt- und Klimaschutz sprechen muss, nicht aber über unüberlegte Antiautovorwürfe. Zuviel steht für uns Menschen auf dem Spiel.
Massenarbeitslosigkeit wird greifbar und bestimmt zunehmend unsere Zukunft. Diesen Gedanken müssen auch unsere Klimaaktivisten zu Ende denken, damit er keinen grauenhaften gesellschaftlichen Verlauf nimmt.
