Als „schweres Foul der Bundesregierung an der österreichischen Fahrzeugwirtschaft“ bezeichnet der Einzelhandelssprecher im Bundesgremium des Fahrzeughandels das vor kurzem beschlossene Investitions-Prämiengesetz. Es sieht – wie berichtet – vor, dass zwar Elektroautos, Plug-in-Hybride und solche mit Range Extender gefördert werden, alle anderen Autos aber leer ausgehen.

Offenbar habe sich die ÖVP, die sich gerne als Wirtschaftspartei bezeichne, nicht gegen die Grünen durchsetzen können, meint Schirak: „Hier wedelt offenbar der Schwanz mit dem Hund und nicht umgekehrt“ sagt der St. Pöltner und verweist auf die deutlich stimmenstärkere ÖVP. Wichtig sei den Grünen offenbar nur der plakative Aufhänger, dass jeglicher Verkehr Gift für die Umwelt sei.

Aber auch die Spitze der Wirtschaftskammer bleibt von Schirak, der seit 1970 (!) in unterschiedlichsten Funktionen in der Kammer tätig ist, nicht ungeschoren: Zwar hätten die betroffenen Fachverbände mit Nachdruck versucht, den „Schlag ins Gesicht“ der Kfz-Branche abzuwenden, so Schirak: Doch offenbar sei die „oberste Unterstützung“ in der WKO aus unerklärlichen Gründen weitestgehend ausgeblieben.

Die Folge davon sei nun eine schwere Diskriminierung und Wettbewerbsverzerrung, da konventionell betriebene Fahrzeuge von den Förderungen ausgeschlossen sind, obwohl sie weitestgehend emissionsoptimiert angeboten werden.