Wenn Radler – Hebeins Gesichtsfeld an Verkehrsteilnehmern – am Karlsplatz gestraft werden könnten, weil sie ein Stopschild überfahren, hebelt sie weiter gegen alle Sicherheitsbedenken die Verkehrsregeln aus, damit Pedalritter uneingeschränkt – obwohl Fußgänger parallel Rot haben –  den Fließverkehr queren können. 
Was geht das die Autobranche an? 
Dass Hebein und Genossen, solange sie die Wähler lassen, weiterfuhrwerken werden, könnte in Wien tätigen Mechanikern eine Chance bieten: Wenn sie ihre beim Automobil erworbenen Fähigkeiten auch in der (durch Corona noch) interessanter gewordenen Fahrradbranche einsetzen wollen. Preise und Ertragsmöglichkeiten im Handel und Service guter Marken würden das jedenfalls nahelegen. Zielgruppen müssen ja nicht primär bestehende Auto- oder Motorradkunden (letztere wählen aufgrund der Besteuerung auch zunehmend weniger schwere Modelle) sein. Neukunden, die vielleicht kein Auto kaufen (können), wären willkommen – auch wenn mancher ideologiefeste Radfahrer um einen Kfz-Betrieb vielleicht einen Bogen macht. Eine neue zahlungskräftige Kundschaft zu erschließen, die ihr Geld in einem hochwertigen Fahrzeug anlegen möchte, das der Politik sogar manch kuriose Regelung wert ist, dürfte kein Fehler sein. Und das gilt nicht nur für Wien.