Ich gebe zu, dass ich auch nicht auf Anhieb wusste, woher dieser Text stammt. „Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst!“, heißt es – eigentlich logisch – in den „Meistersingern von Nürnberg“. Richard Wagners Musik mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, doch im Kern hat er recht! Verachtet mir die Meister nicht!
Denn was täten wir ohne sie? Und jetzt meine ich nicht die Sänger aus Nürnberg, sondern jene Meister, die Tag für Tag in den österreichischen Kfz-Werkstätten und Lackierbetrieben tätig sind. Ihr Wissen ist für den Betrieb bares Geld wert, ihre Kenntnisse werden an die Lehrlinge weitergegeben. So läuft es seit Generationen und im Ausland beneidet man uns oft um diese duale Ausbildung: eine Zeit lang im Lehrbetrieb, dann in der Schule, dann wieder im Betrieb – bis im Idealfall wieder ein neuer Meister entsteht.
Warum ich das hier schreibe? Weil wir stolz sein sollen! Und weil die Politik endlich erkannt hat, dass diese Meister in offizielle Dokumente eingetragen werden dürfen. Geprüfte Meister dürfen also einen „Mst.“ oder eine „Mst.in“ in Reisepass und/oder Führerschein führen.
Höchste Zeit: Und auch wenn das Eintragen zeitlich aufwendig ist und Geld kostet, sollte man es tun. Um ein Zeichen zu setzen für die Qualität des Handwerks, das in Österreich leider viel zu wenig wertgeschätzt wird.
