Seit Wochen beschäftigt uns COVID-19. Wir haben den General-Lockdown hinter uns und jede Menge Ärger mit unzähligen Erlässen begleitet unsere Tagesarbeit. Homeoffice ist eine bereichernde und zugleich herausfordernde Erfahrung. Klima- und Umweltargumente prallen auf die harte Realität wachsender Arbeitslosigkeit. Für viele Betriebe wird es zunehmend ungemütlich, für ein Drittel ist ihr Überleben mehr als fraglich.

Die Politik hingegen leugnet die Zukunft von Verbrennermotoren und müllt uns bezüglich Klimaschutzmaßnahmen mit Millionen Subventionen für reine E-Autos zu. Dabei sprechen die realen Zahlen eine andere Sprache. Das E-Mobil kommt nicht vom Fleck und die damit argumentierte Umweltverträglichkeit ist mehr als fraglich.

Sei's drum! Jetzt ist das Reizthema Sexismus en vogue, dem besonders die Weiblichkeit ausgeliefert ist. Folgt man dieser Logik, muss nach der Tabak- nun die Dessouswerbung verboten werden. Extremer gedacht, muss auch der Schaltknüppel aus dem Auto verbannt werden, er könnte ja als Phallussymbol der männlichen Kraft und Fruchtbarkeit frauseitig missverstanden werden. Und dürfen Autos Frauennamen tragen? Runter vom Sockel, raus mit den Emelys verzierten Rolls-Royce aus den Ruhmeshallen und die Geschichte umtexten! Und weil wir gerade dabei sind: Eine nackte Schönheit aus der Torte springend dem männlichen Geburtstagskind ein zartes „Happy Birthday“ hauchen zu lassen, wie einst die Monroe dem US-Präsidenten Kennedy darbot? Auslöschen!

Nach diesem Exzess in die durch Social Media ausgelösten Wirrnisse unserer Zeit zurück in unsere Autowirtschaftswelt: Tatsächlich hat die Corona-Pandemie auch was Gutes an sich. Durch den plötzlichen Stillstand musste(n) die Regierung(en) plötzlich Rettungsmaßnahmen unfassbaren Ausmaßes ergreifen, um die Wirtschaft nicht kollabieren zu lassen. Die Milliarden potenzieren sich inzwischen zu Billionen Euro Hilfsgeldern, um sofortige Firmenschließungen hinten anzuhalten. Für ein Drittel der Betriebe wird das à la longue auch wenig nützen. Die Pandemie hilft zunächst vielen finanzmaroden Firmen aus der Klemme. Spätestens 2021/2022 wären ohne Staatshilfen ohnehin Firmenschließungen mit Millionen Arbeitslosen auf uns hereingebrochen.

Zu lange schon wird mithilfe der Digitalisierung optimiert und vor allem gespart. Seit Jahren stimmen die statistisch ausgelobten Mengengerüste in keinem Segment mehr mit der Realität überein. Mangelnde Profitabilität kennzeichnet insbesondere unsere Branche – von der Fertigung bis zur Vermarktung und Verwertung! Rigide nahezu unmögliche Abgasstandard-Forderungen der EU an die Autohersteller brachten schon vorher das Fass zum Überlaufen. Jetzt in der größten Krise verschaffen uns die vielen Unterstützungsgelder Luft. 

Bei aller Grünaffinität, für die Pläne der Klimaretter werden die Milliarden nicht reichen. Das Geld braucht es, um Massenarbeitslosigkeit zu mildern und Firmen die Chance zu geben, die Schulden wieder zurückzahlen zu können – mit den Menschenmassen, zur Erbringung der Steuerleistung.
So gesehen hat Corona auch was Gutes an sich.