Für Benziner, Diesel, gasbetriebene Autos bleibt also alles, wie es war. Es gibt kein zusätzliches Geld, schon gar nicht die oft geforderte Verschrottungsprämie wie im Frühjahr 2009. Die half damals nicht nur der Kfz-Branche aus der Wirtschaftskrise, sondern brachte dem Finanzminister letztlich sogar mehr an Steuern, als sie kostete.

Doch Hand aufs Herz: Was hätten wir von einer grünen Verkehrsministerin auch erwartet? Die ist, wie sich nun zeigt, als erstes ihren Wählerinnen und Wählern verantwortlich. Und wenn ebenjene murren, dass die Handschrift der Grünen bisher kaum erkennbar war – jetzt ist sie es.

Andererseits: Es gibt kaum einen Importeur (und damit auch keinen Händler), der nicht ein oder mehrere förderungswürdige E-Autos und/oder Plug-in-Hybride im Angebot hätte. Hier gilt es nun, potentielle Kunden zu ködern. Bessere Argumente werden Sie kaum mehr je bekommen!  

Und warum nicht auch Autos mit Verbrennungsmotoren verkaufen? Die Angst vieler, sich in einen Bus oder in die Bahn zu setzen, ist enorm – und viele dieser Menschen wollen jetzt ein Auto. Bei den Autos, die nun von Öffi-Verweigerern gekauft haben, geht es oft um sofort verfügbare Lagerware (auch Jung- und Gebrauchtwagen). Auch eine Chance, wenn man hier ein umfassendes Angebot hat...

Corona ist nicht überwunden! Diese Zeitspanne muss die Branche nutzen, sie ist kurz und kommt wahrscheinlich nie wieder.