Während die Regierung nach dem „Koste-es-was-es wolle!“-Prinzip uns den Blick auf die Realität verstellt, machen diverse Weltklimarettungsorganisationen der angeschlagenen Wirtschaft ungebremst das Leben schwer. Die größten Medien des Landes sind – Stichwort Message Control – gleichgeschaltet und mahnen uns zum Klimaschutz, koste es was es wolle!

Permanent meldet sich der VCÖ, die Vorfeldorganisation des Verkehrsministeriums unter Leonore Gewessler zu Wort, um die ohnehin nachhaltig schwer gebeutelte Wirtschaft weiter zu (be)schädigen. Der Verkehrsclub agiert inzwischen so, als bestünde das ganze 83.879 Quadratkilometer große Österreich nur aus Stadtleben, das man mit Fahrrad und per pedes absolvieren kann, maximal noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Aktuell sollen Berufsfahrten von und zum Arbeitsplatz mit dem eigenen Auto per Verordnung auf Öffis umgeleitet werden. Neben Fahrradwegen werden weitere Fahrstreifen dem Radfahren gewidmet und die Gehsteige bleiben leer.

Was macht die Autowirtschaft? Die freut sich über jedes verkaufte Auto, obwohl die Gesamtverkaufszahlen unterirdisch sind. Aber ja nicht aufmucken, die Steuern auf das Auto kommen schon noch rechtzeitig, koste es was es wolle! 

Der Klang der Krise ist nur noch nicht laut genug. Deshalb ist es von Regierungsseite vorausblickend, der unter wachsendem Jobverlust leidenden Bevölkerung genügend Bewegungsfreiraum zu lassen. Auf extra vom Verkehr freigemachten Straßen und Plätzen lässt sich hervorragend demonstrieren, was z. B. 50.000 bei der traurigen Antirassismus-Kundgebung vorzeigten. Ein erheblicher Teil hatte „seinen Spaß“ daran und tanzte „Polonäse“ im Goldfischteich vor der Wiener Karlskirche. Die meisten mit der Plastikflasche in der Hand, die danach mit den Kartonplakaten dem Reinigungsdienst der Stadt vor die Kehrmaschinen geworfen wurde. Cool! Am Donaukanal quillen vor lauter Plastikabfall die Müllcontainer über, der Umweltministerin ist das keine Sofortaktion wert, das soll die jeweilige Stadtregierung lösen, wo übrigens auch eine Rad fahrende Grünpolitikerin „vizebürgermeistert“.

Mich beschleicht das Gefühl, in den Köpfen der Politiker ist kein Platz für nachhaltige Logik. Mit dem Autofahrervolk lässt sich locker manipulieren,  finanziert es selbst mit seinen Steuern die Misshandlungen der Automobilität. Wenn tatsächlich den Arbeitgebern vorgeschrieben werden soll, wie man den Job erledigen soll, werden sich nicht wenige Betriebe überlegen, in weniger restriktive Gegenden abzuwandern. Unsere das Land umgebenden EU-Partner haben da weniger Skrupel ihrer Umwelt gegenüber. Und so zieht eine knapp halbe Million mit dem Auto ihren Lebensunterhalt verdienende Bevölkerungsschicht wieder einmal den Kürzeren.

Das ist fatal: Die Einheimischen sollen in Österreich urlauben, weil es ja bei uns so schön ist. Nur dorthin, wo es „sooo schöön“ ist, kommt man in der Regel nur mit dem Auto, hinten oder oben drauf gepackt natürlich das E-Bike. Die Straßen auf dem Land sind zurückgebaut und mit allerlei Schikanen versehen, sodass die Menschen rasch die Lust verlieren, Österreichs Tourismusschätze zu erkunden. Ach ja, leisten muss man sich das auch können. Aber an diese Details denken Politiker nicht, sie haben bekanntlich das Ganze im Blick – mit z. B. raschen Grenzöffnungen zu unseren südlichen Nachbarn mit ihren wunderbaren Stränden. Österreichs Tourismuswirtschaft braucht keine Gäste mit ihren stinkenden Autos.

Die auffälligste Veränderung, die ich beobachte, sind waghalsige Ideen und Menschen, die sich fragen: In welcher Welt möchten wir leben? Was macht sie lebenswert? Und wie können wir sie erhalten?

Die Infrastrukturministerin mit ihren grünen Clans ist drauf und dran, uns den mit der Automobilität geschaffenen Wohlstand von unten wegzufressen, ohne geeignete Kompensation zu schaffen.

Notrettungspläne der Regierung nach dem Motto „Koste es was es wolle!“ werden Krisen nicht eliminieren. Wirtschafts- und Coronakrise beinhalten aber auch Chancen. Sie bilden der aktiven Wirtschaft den Nährboden für die Hoffnung, die Energie und den Willen zur Veränderung. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir die Notbremse ziehen können, wenn Warten keine Option ist. 

Platz, die zwingenden Interessen der Automobilwirtschaft medienwirksam und öffentlich zu vertreten, haben wir inzwischen genug. Gehen wir über zu einer aktiven Handlungsweise und nehmen wir dem Auto den Beigeschmack der Katastrophe, den uns die Grünlobby andauernd umzuhängen versucht. Klimaschutz ohne Existenzschutz kann nicht funktionieren!