„Wenn das Corona-Thema wieder weg ist, müssen wir unbedingt wieder etwas für den Klimaschutz tun und investieren. Wir brauchen auch nach der Krise eine Steuerreform und öffentliche Ausgaben und das muss dann unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes passieren. Sonst rutschen wir in die nächste Katastrophe hinein und das ist die Klima-Katastrophe.“

Die Aussage stammt nicht von einem Umweltschützer sondern vom Leiter des Wirtschaftsforschungs-Institutes, Prof. Dr. Christoph Badelt (ZIB2-Interview). Sie deckt sich mit vielen politischen Aussagen, wonach die – hoffentlich massiven – Investitionen, Konjunkturpakete und Förderungen auf europäischer und nationaler Ebene den Klimaschutz als zentrale Zielsetzung haben werden. 

Die Autobranche muss sich jetzt kräftig zu Wort melden, wenn es um die staatliche Unterstützung geht. Aber sie muss sich dabei zukunftsorientiert präsentieren, als Mobilitätsbranche positionieren. „Wir müssen auch ernsthaft und glaubhaft die Ökologisierung und damit den Klimaschutz vorantreiben“, bringt es Hansjörg Mayr (Denzel) auf den Punkt: „Wir müssen mit Optimismus und Engagement kämpfen und mit dem Glauben daran, dass die selbstbestimmte Mobilität noch wichtiger werden kann, wenn wir unseren Beitrag zum Klimawandel leisten.“

Die Automobilindustrie muss die Corona-Krise nutzen, um den Strukturwandel zu beschleunigen, nicht um ihn zu verzögern.

Apropos „kräftig zu Wort melden“: Um die Interessenvertretung bei ihren Forderungen und Verhandlungen zu unterstützen, fragen wir die Betriebe nach ihrer Situation. Geben Sie der Branche eine starke Stimme für die nötige Unterstützung und nehmen Sie an unserer Umfrage teil.