In Deutschland wird über eine „Ökoprämie“ zur Ankurbelung des Autokaufs bereits offen gesprochen, auch bei der Öffnung der Schauräume gibt es dort ab 20. April keine Einschränkungen. Nicht zuletzt das Beispiel des viel zitierten „großen Nachbarn“ gibt der österreichischen Autobranche Hoffnung, dass es auch bei uns ähnlich geht.
Unter diesem Eindruck fanden am Mittwoch (15. April) und Donnerstag (16. April) zwei Gesprächsrunden mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) statt. Teilnehmer waren die Manager von rund einem Dutzend österreichischer Autoimporteure, die gemeinsam mehr als drei Viertel des Marktes innehaben – gewissermaßen der erweiterte Lenkungsausschuss des Arbeitskreises der österreichischen Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung.
Schramböck wurde über die aktuellen Anliegen der Branche informiert: Dazu gehört nicht nur die „Ökoprämie“, um die Wirtschaft anzukurbeln, sondern auch die Verschiebung des ersten Teiles der Steuerreform: Dieser beinhaltet unter anderem auch die Änderungen bei der NoVA und beim Sachbezug. Argument der Branche: Jede weitere Verunsicherung würde zu einer zusätzlichen Kaufzurückhaltung führen.
Außerdem erklärten die Automanager der Wirtschaftsministerin ihre Enttäuschung über die Ungleichbehandlung der Autohändler: Jene mit mehr als 400 m2 Schauraum müssen ja bis 2. Mai warten, während die kleineren seit Dienstag nach Ostern offen haben dürfen.
Aufs Tapet brachten die Manager auch einen allgemeinen Vorsteuerabzug für Unternehmen, wie es ihn in anderen Ländern gibt.
Konkrete Zusagen gab es seitens der Ministerin nicht.
