So stieg die Zahl der E-Auto-Verkäufe in Europa um 44 % auf mehr als 600.000 Fahrzeuge. In China war der Absatz mit 1,2 Mio zwar doppelt so hoch, aber der Zuwachs betrug lediglich 3 %. In den USA schrumpften die Verkäufe um 12 % auf 300.000 – der Hälfte der europäischen Verkaufszahlen. Weltweit wurden 2,3 Mio E-Autos verkauft, ein Anstieg um rund 9 % gegenüber 2018.

„China bleibt weiterhin der größte Markt der Welt, das Angebot lokaler chinesischer Produkte ist deutlich gestiegen“, sagt Nicolai Müller, Seniorpartner im Kölner Büro von McKinsey. „Allerdings hat in Europa die Nachfrage sprunghaft angezogen. Weitere Dynamik ist zu erwarten – nämlich durch das steigende Produktangebot, mit dem die Hersteller die CO2-Grenzwerte erreichen wollen.“ Das Beratungsunternehmen rechnet damit, dass die Hersteller bis 2021 über 2 Mio E-Autos absetzen müssen, um Strafzahlungen an die Europäische Union zu vermeiden.

Trend: mehr reine batterieelektrische Fahrzeuge
Im Jahr 2019 zeigt sich bei den elektrifizierten Fahrzeugen eine weitere Verschiebung zu den rein batterieelektrischen Modellen. 74 % des Absatzes waren BEVs, die Plug-In-Hybride kamen nur mehr auf 26 % Marktanteil. Bei den Fahrzeugtypen waren es im abgelaufenen Jahr zu 44 % Kompaktfahrzeuge, gefolgt von SUVs mit 30 %.

„Die Modelloffensive der Hersteller ist in vollem Gange“, sagt Patrick Schaufuss, Juniorpartner von McKinsey und Autor der Analyse. Bis 2024 hat die Industrie 600 neue E-Auto-Modelle angekündigt: Chinesische Autobauer liegen mit 169 Modellen vorne, gefolgt von Japan (145) und Deutschland (102). „Das Augenmerk der Hersteller liegt dabei im mittleren und großen Fahrzeugsegment“, erläutert Schaufuss.