In einer großen Umfrage unter Importeuren und Händlern in der aktuellen Ausgabe von AUTO & Wirtschaft (lesen Sie das e-Paper bzw. die Artikel), herrscht noch vorsichtiger Optimismus über die Auswirkungen der EU-Gesetzgebung. Die (notwendigen) Ideen der Hersteller, CO2-arme Autos zu forcieren und CO2-intensive Modelle zu reduzieren, um die Strafzahlungen so gering wie möglich zu halten, sind teilweise noch in den Schubladen, teilweise schon an die Händler verschickt.
Ein Beispiel dafür sind etwa die Vorgabe von monatlichen CO2-Zielen pro Händler oder Steuerungen über Boni und Stützungen. Für den Händler stellt sich dabei die Herausforderung, das zu verkaufen, was der Kunde möchte (sofern überhaupt noch verfügbar) oder das, was der Hersteller forciert.
Damit das am Ende auch tatsächlich zusammenpasst, könnte die angedrohte Steuerreform bzw. CO2-Bepreisung mit Vorteilen für CO2-Sparer und Nachteilen für CO2-Sünder den Kunden in die richtige Richtung lenken und der Branche – bizarrerweise – sogar zum Vorteil gereichen. Die Kunden werden das kaufen, was auch die Hersteller wollen. Bis die CO2-Flottenemissionen 2021 mit voller Härte umgesetzt werden, gibt es heuer noch ein Probejahr. Ein für die Autobranche hoffentlich gutes....•
