HV-1, -2, -3, Quarantäneplatz, aussteigende Versicherung, Batterien lassen sich nicht löschen, explosionssicher verwahren, Staplerschein zum Batterietransport, Unternehmerhaftung, Schäden am Batteriegehäuse aktuell nicht pickerlrelevant,.... – mit jedem dieser Worte zucke es in mir zusammen und ich stellte mir immer mehr die Frage – wenn man der weiterverbreiteten Meinung folgt, dass sich mit E-Autos in der Werkstatt nichts verdienen lässt: Wie schaut es dann mit den erforderlichen Investitionen aus?
Während die Teilnehmer ihr Abendessen zu sich nahmen, gab es auch auf den Bildschirmen noch allerhand „Köstlichkeiten": Brennende E-Autos, die nur gekühlt, aber nicht gelöscht werden können – so die Experten nach Tests mit der Wiener Berufsfeuerwehr –, explodierte Akkus, Betonböden, die durch die Hitze aufgesprengt wurden und Ähnliches. Wieso soll man sich überhaupt ein Elektroauto in die Werkstatt holen? Ist es nicht eine Art „russisches Roulette", wenn Batteriezellen beschädigt werden können und die Reaktion oftmals erst Wochen später eintritt – etwa dann in der Werkstatt. Und wenn diese nicht auf einen Quarantäneplatz abgestellt, etwa nächtens (mit der Werkstatt) abbrennen auch die Versicherung auszusteigen droht?
Bei all diesen nun geschilderten Szenarien fragt man sich schon, ob hier nicht überdramatisiert wurde – oder ob es Teil des Geschäftsmodells ist, mit Panikmachen zu Schulungen zu bewegen? Freilich müssen sich die Betriebe und ihre Mitarbeiter den (kommenden) Herausforderungen der E-Mobilität stellen und entsprechend für die Technologien der Zukunft fit machen. Aber mit einem vernünftigen Zugang und sachlich auch angesichts von – nicht wirklich häufigen – Extremsituationen, wie sie die beiden Sachverständigen in ihrem Vortrag darstellten. •
