Von Jänner bis November 2016 wurden in China über 370.000 „New Energy Vehicles", so der lokale Name für E-Autos und Plug-in-Hybride, abgesetzt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 entsprach dies einem Zuwachs von 96 %. Zum Vergleich: In den USA gab es lediglich eine Steigerung um 33 % auf 133.800 E-Fahrzeuge, im europäischen Vorbildmarkt Norwegen wurden 41.250 „Stromer" (plus 39 %) abgesetzt. Damit ließ das skandinavische Land die an sich viel größeren Automobilmärkte Großbritannien (33.943 NZL), Frankreich (25.617 NZL) und Deutschland (22.339 NZL) hinter sich.
Die deutschen Verkaufszahlen seien überhaupt „sehr ernüchternd", sagt CAM-Direktor Prof. Dr. Stefan Bratzel: Lediglich die Plug-in-Hybride hätten zugelegt, während es bei den reinen E-Autos sogar einen Rückgang um 3,5 % gegeben habe – trotz der seit dem Sommer geltenden Ankaufförderungen!
Österreich wurde von der CAM-Studie nicht erfasst. Die Daten der Statistik Austria zeigen jedoch, dass sich der Markt hierzulande überdurchschnittlich positiv entwickelte: Bei reinen E-Autos gab es bis Ende November 2016 eine Steigerung von 1.546 auf 3.604 NZL und bei Plug-in-Hybriden von 859 auf 1.114 Einheiten.
„Das Jahr 2016 markiert den internationalen ‘Tipping Point' für die Durchsetzung der E-Mobilität", erwartet Bratzel nach dem chinesischen Vorpreschen eine weltweite Verlagerung hin zu E-Fahrzeugen: 2020 sei davon auszugehen, dass bei einem konservativen Szenario 2,5 % und bei einem optimistischen Szenario bereits 6 % der globalen NZL auf E-Autos entfallen werden. Bis 2025 sei eine weitere Steigerung auf 12 % bis 25 %, bis 2030 dann auf 25 % bis 40 % zu erwarten. •
