Im Rahmen der noch bis 6. Dezember 2016 laufenden Begutachtungsfrist der Gewerbereform (siehe dazu auch unsere Meldung zum Fahrzeughandel) haben die Kfz-Standesvertreter Einspruch gegen die geplante Liberalisierung erhoben. „Dieser Schritt könnte fatale Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben", warnt BIM Komm.-Rat Friedrich Nagl.

 

Schließlich seien die Sensoren für nahezu alle Kfz-Sicherheitssysteme im Bereich der Windschutzscheibe angebracht. Bei Reparatur oder Austausch der Scheibe sei daher besonders auf die Handhabung und Justierung der unterschiedlichen Sensoren zu achten. „Voraussetzungen sind ein entsprechendes Fachwissen und die Ausbildung für die Anwendung spezieller Materialien und Werkzeuge", so Nagl. Zudem seien Windschutzscheiben, aber auch die immer weiter verbreiteten Panorama-Glasdächer, längst tragende Elemente der Karosserie geworden – Entwicklungen, die bei Einführung des Teilgewerbes Autoverglasung im Jahr 1998 noch nicht absehbar waren.

 

Anstelle einer generellen Liberalisierung fordert die Innung daher die Überführung des Gewerbes Autoverglasung in das verbundene Gewerbe Kraftfahrzeugtechnik bzw. zu den Karosseriebauern. Ob sich die Branchenvertreter damit durchsetzen können, sollte noch vor Jahresende feststehen. •