„Wenn Fahrzeughersteller exklusiv den Zugriff auf die Fahrzeugdaten und deren Vermarktung beanspruchen, ist der Berufsstand des freien Teilehandels massiv gefährdet. Die Folge wäre eine Wettbewerbsverzerrung, durch die den Konsumenten eine Kostenoptimierung bei Wartung und Reparatur ihrer Fahrzeuge verwehrt wird", unterstrich Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, Vorsitzender des Berufszweigs Großhandel mit Kfz-Teilen und Serviceeinrichtungen im Wiener Landesgremium des Fahrzeughandels, bei einer Pressekonferenz in Wien.
Um dieses Szenario zu verhindern, unterstützen Dytrich und seine Branchenkollegen eine gemeinsame Initiative von 7 europäischen Interessenvertretungen: Sie wollen die EU-Kommission zur gesetzlichen Verankerung einer allgemein zugänglichen Telematikplattform bewegen. Die Kommission wird dem Vernehmen nach bis Juni 2017 eine diesbezügliche Entscheidung treffen.
Im Hinblick auf alternative Telematikplattformen des freien Marktes haben sich die heimischen Standesvertreter unterdessen noch keine endgültige Meinung gebildet: Es sei offen, ob man das System „Caruso" oder die konkurrierende Initiative „Carmunication“ unterstützen werde, sagte Dytrich auf Nachfrage. Beide Projekte gehen auf eine Idee des Österreichers Walter Birner zurück, von Caruso hat sich der prominente Teilehändler mittlerweile aber zurückgezogen. •
