In seiner jüngsten Auslassung zur Ökologisierung des Steuersystems reklamiert der regierungstreue „Verkehrsclub Österreich“ passend zu strengen Klimaschutzmaßnahmen wie mehr Bahn- und Busverbindungen jetzt den Ausbau der Infrastruktur für Gehen.
Dagegen nimmt sich die Forcierung der E-Mobilität auch im innerstädtischen Gütertransport richtig bescheiden aus. Eine CO2-freie Güterlogistik in den Städten mit E-Transporter und Cargo Bikes soll jetzt Konkurrenz durch Lastenträger bekommen. Im Lastentragen ausgebildete Flüchtlinge zum Beispiel aus Afghanistan, Pakistan und sonstigen arabischen Ländern lassen sich so leichter in unser klimafreundliches Leben integrieren. Die heimischen Bürgerinnen und Bürger können sich auf breiteren Bürgersteigen im Flanieren üben und brauchen nicht mehr aufs Land in die Berge fahren, um sich gesund zu halten. Grandioser VCÖ!
Der frühe Ausstieg weit vor 2030, dem Datum zum geforderten Verkaufsverbot von Automobilen mit Verbrennungsmotor, würde Österreich nicht nur rascher den Zielen des Pariser Klimaabkommens näherbringen. VCÖ-Expertin Rasmussen zitierend, hätte gerade Österreich durch eine umfassende Ökologisierung mit Senkung der Steuern auf Arbeit und gleichzeitiger Erhöhung auf Energie- und Ressourcenverbrauch gute Voraussetzungen zur Sicherung zukünftiger Arbeitsplätze.
Nun liest die Expertin von eigenen Gnaden wohl nicht die Meldungen des dem VCÖ sonst so treu ergebenen ORF, der aktuell von sinkenden Einkommen und weniger Konsum in Österreich berichtet. Es sind ausreichend Menschen ohne Job unterwegs und die noch einen haben, steigern ihre Arbeitsproduktivität: Es wird seit 2013 mehr Arbeit in weniger Zeit geleistet, also weniger Energie vergeudet und damit weniger Lohn gegeben! Den Leuten im Land geht es subjektiv betrachtet gut. Jedoch hat die Dynamik, die den Wohlstand in unserem Land begründet hat, nachgelassen. Statistisch gesehen sind aktuell rund 1,5 Mio. Menschen – knapp ein Fünftel der Bevölkerung – im Land armutsgefährdet, zahlen keine Steuern, fallen unserem Budget zur Last und sie konsumieren nicht.
Diesen Umstand negiert die Regierung und arbeitet beharrlich an ihrer Demontage. Einziger Vorteil dabei: Diese Art von Expertise wird verschwinden. Dennoch bleibt uns das große Übel wachsender Arbeitslosigkeit nicht erspart. Aber der Verkehrsverursacher Fußgänger, wenn er sich in genügender Zahl aufstaut, macht sich dann vom Gehsteig auf zur Straße und erzeugt einen unangenehmen Lärm. Einen Lärm, der keinen von uns mehr ruhig schlafen und schon gar nicht träumen lässt: von Wohlstand, den es bei uns bis vor kurzem gegeben hat. •
