Die Tageszulassungen führen alljährlich zu den nicht totzukriegenden Neuzulassungserfolgen. Rund 304.000 Pkw-Neuzulassungen zieren 2014 die Statistik, die Verkehrsminister Stöger zur Eröffnung der Vienna Autoshow präsentiert bekommt.

 

Wo sind sie denn, die Leute, die diese Fahrzeuge tatsächlich kauften? 15.000 Einheiten davon verstauben – unverkauft – auf den Höfen der Autohändler und noch einige Tausend bei den Fahrzeugspediteuren. Und die von den Herstellern getriebenen Fahrzeugimporteure hecheln 2015 schon wieder nach neuen Stückzahlerfolgen, denen sich der Autohandel chamäleongleich nicht entziehen will oder kann.

 

Deren größter Schädling, die gegen bzw. unter 1% tendierende Rendite, wird weiter gepflegt: „Dem Volk muss positive Stimmung vermittelt werden“, lautet die Losung der Markenvertreter während der Messe. Der Treibstoffpreis sinkt ja ohnehin und macht das Auto dadurch billiger! Prompt lesen wir, dass wegen leerer Parkgaragen deren Betreiber eine Erhöhung der Parkpickerl in den Städten anstreben!

 

Das Verhalten der Kunden verändert sich, nur das der Statistiker im Autohandel nicht: Misstraute seinerzeit unsere Elterngeneration noch den Banken und steckte alles unter den Kopfpolster: Nun steht sie vor dem Nichts. Natürlich unterscheidet sich das nicht im Geringsten von der nachfolgenden Generation, die ihr ganzes Hab und Gut den Banken anvertraute und nun ebenso vor dem Nichts steht. Darum kaufen wir justament ein neues Auto.

 

Fazit: Solange der Autohandel gegen die fallende Rendite keine wirksame Maßnahme ergreift, wird die Ertragskraft weiter und gegen Null sinken. Ein bekannter Markenhändler zum Beispiel musste sein florierendes US-Geschäft der Stabilisierung seines Stammgeschäftes im Land opfern. In der Firmenaussendung ist das natürlich moderater formuliert. Die Lebensqualität der Autohändler muss endlich wieder auf eine wahre Überlebensqualität angehoben werden. Es gibt also reichlich Gründe NEU(es) zu WAGEN, um wieder vorwärts zu kommen! Ob diese Einsicht bereits 2015 Raum greifen wird, bleibt abzuwarten!