Nach Meinung jener, die sich für die Erhöhung der MöSt aussprechen, habe dies positive Auswirkung auf die Klimabilanz, weil dadurch weniger Sprit verbraucht werden. Dem widerspricht der ÖAMTC: „Dieser Effekt besteht allerdings lediglich auf dem Papier", sagt  Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Denn auf den realen CO2-Ausstoßvon Pkw innerhalb von Österreich habe eine MöSt-Erhöhung so gut wie keinen Einfluss, wie Sensitivitätsanalysen gezeigt hätten.

 

Allerdings würde sie Tanktouristen vertreiben, wodurch die in Österreich verkaufte Spritmenge sinke. Da derzeit fast 30% des in Österreich verkauften Sprits von ausländischen Lenkern getankt wird, zahlen Tanktouristen jährlich über 1 Mrd.€ an österreichischer Mineralölsteuer. Würde Österreich die MöSt erhöhen und die Spritpreise gingen in die Höhe würden Tanktouristen ausbleiben und die verkaufte Spritmenge sofort sinken. Damit würden aber auch die MöSt-Zahlungen der Tanktouristen wegfallen, ziemlich genau in dem Ausmaß, in dem die Österreicher mehr zur Kasse gebeten würden. „Da für die Klimabilanz im Verkehr laut offizieller EU-Zählweise ausschließlich die verkaufte Spritmenge pro Land relevant ist, feiern Umweltbürokraten jede MöSt-Erhöhung als Umweltmaßnahme, auch wenn sich der tatsächliche CO2-Ausstoß in Österreich null verändert hat. Das ist einfach Unfug“, so Wiesinger. Wie sich eine MöST-Erhöhung auswirken würde, zeigt der „ÖAMTC Möstrechner“ www.oeamtc.at/moest-rechner