Bosch arbeitet seit 2011 an zwei Standorten – in Palo Alto in den USA sowie in Abstatt in Deutschland – am automatisierten Fahren. Beide Teams greifen dabei auf ein Netzwerk von weltweit mehr als 5 000 Bosch-Ingenieuren aus dem Bereich Fahrerassistenzsysteme zurück.

 

Triebfeder für die Entwicklung bei Bosch sei, wie das Unternehmen mitteilt, Sicherheit. Weltweit sterben jedes Jahr schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen durch Verkehrsunfälle – Tendenz steigend. In 90% der Fälle sei menschliches Fehlverhalten der Auslöser. Studien zufolge könnten lt. Bosch mit dem vorausschauenden Notbremssystem des Unternehmens allein in Deutschland bis zu 72 % aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden, wenn alle Fahrzeuge das System an Bord hätten.

 

„Mit der Fahrerassistenz wird Bosch 2016 eine Milliarde Euro umsetzen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Assistenzsysteme seien der Grundstein für das automatisierte Fahren, das schrittweise komme. Bosch habe bereits das hochautomatisierte Fahren im Blick, bei dem der Fahrer das Fahrzeug nicht mehr ständig überwachen muss. „Mit dem Autobahnpiloten von Bosch fahren Autos 2020 automatisch von Auffahrt bis Abfahrt“, so Hoheisel. „ Im Laufe des darauf folgenden Jahrzehnts sind sie vollautomatisiert unterwegs und bewältigen alle Situationen während der gesamten Fahrt.”