Bei der Studie zeigen sich deutliche länderspezifische Unterschiede: Italien weist mit 2,7% die niedrigste Alkohol-Todesfallrate bei Verkehrsopfern auf. Österreich befindet sich mit 13,2% auf Position 13 und liegt damit noch unter dem EU-Schnitt von 16,6% .

 

Auf den hinteren Plätzen befinden sich Estland (44,6%) und Lettland (44,8%). Litauen nimmt in diesem Vergleich den 28. und damit letzten Rang ein: Bei nahezu jedem zweiten Verkehrstoten (48,2%) ist in Litauen Alkohol die Ursache.

 

„Österreich liegt dabei nur im EU-Schnitt. Wir müssen in Zukunft alles daran setzen, dass diese Quote so schnell wie möglich sinkt“, sagt Kurt Benesch, Leiter des Allianz Kundenservices. Allgemeine Unfallzahlen mit Alkoholbeteiligung im Straßenverkehr zeigen, dass 2013 in Österreich rund 2.100 Männer und etwas mehr als 300 Frauen in derartige Unfälle verwickelt waren.

 

Alkoholkonsum gefährdet auch den Versicherungschutz: Lt. Allianz kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung auch bei einer Alkoholisierung des Verursachers für Schäden auf, die Dritten zugefügt werden. Die Versicherung kann jedoch in diesem Fall zumindest einen Teil der gesamten Schadensumme einfordern: „Bis zu 11.000 Euro können im Schadenfall fällig werden, wenn der Lenker zum Unfallzeitpunkt durch Alkohol beeinträchtigt ist“, so Benesch. In der Kasko-Versicherung ist der Versicherer bei Alkoholismus im Regelfall leistungsfrei.