Ob „News“ jetzt auch Cover verkaufe, spöttelte daraufhin eine Kolumnistin der Wiener Stadtzeitung „Falter“, nicht ohne darauf zu verweisen, dass der nach der Mechaniker-Geschichte erfolgte Inseraten-Boykott offensichtlich erste Früchte trage.
Mag sein, dass „News“ damit wieder einen Versöhnungskurs einschlagen und den nach Erscheinen der Skandal-Story losgetretenen Empörungs-Tsunami glätten will. Ob es der Branche wirklich gut tut, dass das Magazin seinen Leserinnen und Lesern zeigen will, wie diese „zu den besten Angeboten kommen“, ist aber mehr als fraglich.
In Zeiten sinkender Margen, leerer Werkstätten, zurückhaltender Kunden, düsterer Wirtschaftsprognosen und unaufhörlich steigender Schnäppchenjäger-Mentalität müssen wir uns fragen, ob wir bei dieser (selbst) verursachten Rabattschlacht nicht am Ende den Kürzeren ziehen.
„Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los“, ließ Goethe einst den besserwisserischen Zauberlehrling jammern. Bekanntlich erhielt er im letzten Augenblick Hilfe von seinem alten Meister, der die Situation bereinigte. Auf derartige Unterstützung dürfen wir nicht hoffen: Ob sich das Ruder auch in der Autobranche wieder herumreißen lässt, hängt alleine von den Agierenden ab.
