In der Auseinandersetzung zwischen dem Villacher Familienunternehmen, seit 1928 von Mercedes-Benz mit dem Vertrieb in Kärnten und Osttirol betraut, und Mercedes-Benz Österreich ist nach wie vor keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil: Bei einem Gesprächstermin am 17. November wurde der Vorschlag von Teissl, die Händler- und Serviceverträge für die Firmenstandorte in Villach, Klagenfurt und Lienz einvernehmlich per 31. Dezember 2015 zu beenden, abgelehnt.

 

„Wir haben die kalte Logik von Konzernmanagern erlebt, denen die Durchsetzung einer Konzernstrategie wichtiger ist als sichere Arbeitsplätze für 160 Familien und zufriedene Mercedes-Kunden“, so Firmenchef Dr. Helmut Teissl. Er lässt beim Handelsgericht Salzburg nunmehr eine Einstweilige Verfügung „zur Abwendung der Nachteile der fristlosen Vertragskündigung“ einbringen. Parallel werden Schadenersatzklagen gegen Mercedes-Benz Österreich vorbereitet.

 

Beim Importeur reagiert man darauf gelassen. „Das von der Firma Teissl betriebene System war sehr bedenklich. Wir begrüßen daher jede rechtliche Klärung des Sachverhalts“, so Pressesprecher Mag. Bernhard Bauer. „Keinesfalls“ werde man die fristlose Kündigung zurückziehen. Die Betreuung der Region werde weiterhin über die 3 früheren Subhändler von Teissl sowie einen reinen Servicebetrieb sichergestellt.

 

Unbestritten ist, dass seitens der Firma Teissl jahrelang Stützungsbeträge falsch verrechnet wurden und dadurch ein Schaden von rund 1,4 Mio. Euro entstanden ist. Allerdings habe man den Importeur selbst darauf hingewiesen und „spätestens seit 24. Oktober mit der eigenständigem Aufklärung und der Bezahlung sämtlicher festgestellter Schäden wieder einen vertragskonformen Zustand hergestellt“, betont man bei Teissl.

 

Ausführliche Informationen zu der Auseinandersetzung finden Sie in der nächsten Ausgabe unserer Wochenzeitung „AUTO-Information“, die am 21. November erscheinen wird.