Nach außen werden Fahrzeugimporteure und Einzelhändler auch in Zukunft gemeinsam auftreten: Das war die wichtigste Entscheidung bei der am 4. November in Wien abgehaltenen Sitzung. Das umstrittene „Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt“ wird zumindest bis zu den Kammerwahlen im Februar 2015 fortgesetzt – jedoch ohne die Lobbyingagentur Rosam, der vor allem von Importeursseite Erfolglosigkeit vorgeworfen wurde. „Wir haben einen Modus Vivendi für die Zeitspanne bis zur Wirtschaftskammerwahl im Februar 2015 gefunden“, so Bundesgremialobmann Komm.-Rat Burkhard Ernst.

 

Im Innenverhältnis knirscht es dagegen. Aktuell herrsche eine „mittlere Katastrophenstimmung“ in den Autohäusern, berichtete Einzelhandelssprecher Komm.-Rat Ing. Josef Schirak von schlechten Verkaufszahlen und schwach ausgelasteten Werkstätten. Umso dringlicher seien „Rahmenbedingungen“, um Standards an die lokal unterschiedlichen Händlergrößen anzupassen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass Großabnehmer außerhalb der Markenorganisationen nicht zu deutlich besseren Konditionen beliefert werden als die Vertragsbetriebe: „Wir fordern nichts anderes als faire Wettbewerbsbedingungen.“

 

Der Arbeitskreis der Automobilimporteure erwiderte, dass derartige Themen ausschließlich zwischen den jeweiligen Händlern und ihren Herstellern zu klären seien. „Ich bin gerne bereit, Wünsche des Fahrzeughandels weiterzutragen – nicht mehr und nicht weniger“, so Vorsitzender Dr. Felix Clary und Aldringen. Dies gelte besonders für die Garantie- und Gewährleistungsdiskussion: „Mit mir wird es nie und nimmer Gespräche über die Garantieabwicklung geben.“ Stattdessen empfahl Clary „einen Händlerverband zu gründen, der sich dieses Thema mit dem jeweiligen Hersteller ausmacht“.