Rund 300 Personen folgten der Einladung zur gemeinsamen Fachgruppentagung am Grazer Flughafen. Während draußen die Teilnehmer am „Red Bull Air Race“ ihre Maschinen testeten, wurde drinnen über den Zustand der Branche diskutiert, der in vielerlei Hinsicht einem steilen Sinkflug ähnelt. So ist der steirische Pkw-Markt in den ersten neun Monaten um 7,8% auf 30.495 Neuzulassungen gesunken, berichtete Gremialobmann Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner: „Das ist umso dramatischer, als wir wissen, dass ein Drittel dieser Fahrzeuge kurz zugelassen wird.“
Innungsmeister Komm.-Rat Josef Harb thematisierte unter anderem den Kampf gegen „professionelle Pfuscher“, der unter anderem mittels eines Meldeformulars auf der Innungshomepage geführt wird: „Die Konkurrenz durch die Schwarzarbeit ist einer der hauptsächlichen Insolvenzursachen in unserer Branche.“ Es gelte die Konsumenten darüber aufzuklären, dass Arbeiten in Fachbetrieben nicht nur „professioneller und schneller“, sondern oftmals auch gar nicht teurer als bei Pfuschern seien.
Viel Aufmerksamkeit war zudem dem Fachjuristen Mag. Karl-Heinz Wegrath gewiss. Er informierte über aktuelle rechtliche Entwicklungen von der „Altautoentscheidung“ des Verwaltungsgerichtshofs bis zum Online-Handel. Als „hoch spannende Sache, in der es bisher so gut wie keine Judikatur gibt“ bezeichnete Wegrath das verstärkte Drängen der Kfz-Versicherungen auf die Verwendung von günstigeren „Alternativteilen“. Rechtlich scheint dagegen kein Kraut gewachsen zu sein, doch können Reparaturbetriebe zumindest allfällige höhere Kosten bei der Teilebeschaffung gegenüber den Versicherern geltend machen.
