Sogar der als Optimist bekannte Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker, Fritz Nagl, sieht magere Jahre auf die Branche zukommen. Auch wenn die Neuwagenstückzahlen nicht überall so negativ aussehen wie in Österreich, so kämpft die Branche mit mangelnder Werkstättenauslastung und vor allem mit weiter sinkenden Margen.

 

Die Autohäuser werden zwischen den übermächtigen Herstellern und der negativen Image-Kampagne gegen das Auto zerrieben. Während die Automobilkonzerne die gefährdende Ertragssituation des Handels noch immer negieren und die Händlervereinigung CECRA mit drei Mitarbeitern in Brüssel einen Kampf gegen Windmühlen führt, ist die Stimmung gegen das Auto auf einem Höhenflug. Beim Vierländer-Brachengespräch in Graz berichteten die Vertreter aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz von sehr ähnlichen Problemen und suchten nach Lösungsansätzen.

 

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski, vom Automobilkongress in Nürtigen zum Vierländergspräch nach Graz gereist, sieht  Bewegung bei den Herstellern, die sich beim Kongress zu einm privat geführten Automobilvertrieb bekannt haben. Den Autogegnern hingegen müsse einmal vorgerechnet werden, was die Automobilbranche abseits der direkten Arbeitsplätze für die Wirtschaft tut: “Alleine die Baubranche lebt mit Straßen und mit dem Bau unseren Autohäuser sehr stark vom Automobil. Alle, die das Auto verteufeln, gefährden unseren Wohlstand.”