„Das Wort ‚Originalteil’ ist nicht nur mit dem Fahrzeughersteller in Verbindung zu bringen“ betonte Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, soeben neu bestellter Berufsgruppenobmann des Teilehandels in der Wirtschaftskammer. Was innerhalb der Kfz-Branche längst bekannt ist, hat sich bei den Konsumenten offensichtlich noch nicht ausreichend herumgesprochen. Wie sonst könnte es sein, dass sich das Kräfteverhältnis im vergangenen Jahrzehnt kaum verändert hat? „Nach wie vor teilen sich der freie und der markengebundene Teilehandel den automotiven Aftermarket im Verhältnis 40 zu 60“, so Komm.-Rat Ing. Mag. Bernhard Dworak, Obmann des Branchenverbands VFT.
Die beiden Interessenvertreter fürchten, dass freie Teilehändler und Werkstätten in den kommenden Jahren einen noch schwereren Stand haben werden. Der Hintergrund ist die rasche Verbreitung von Telematiksystemen, die auf dem (voraussichtlich ab 2017 verpflichtenden) Notrufsystem „eCall“ basieren und von den Herstellern zu einer neuerlichen Monopolisierung des Servicemarktes genutzt werden könnten. Dytrich fordert daher „sehr rasche Maßnahmen“ von der EU-Kommission und anderen politisch Verantwortlichen: „Nur der Fahrzeughalter darf entscheiden, wem und in welchem Umfang er seine Daten zur Verfügung stellt.“
