Damit einhergehend sei lt. Studie eine steigende Nachfrage der Kunden nach Connectivity-Angeboten. Demnach komme für 13% der Käufer ein Neufahrzeug ohne Internetzugang gar nicht mehr in Betracht, sagen die Autoren der Studie, in deren Rahmen 2.000 Autokäufer in Deutschland, den USA, Brasilien und China befragt und mehr als 30 Interviews mit Automobilherstellern, Zulieferern, Telekommunikations- und Halbleiterunternehmen geführt wurden.

 

Der weltweite Markt für Connectivity-Komponenten und -Dienste wird sich, so erwartet McKinsey bis zum Jahr 2020 von heute 30 Mrd. € auf dann 170 Mrd. € mehr als verfünffachen. Dann mache Connectivity 6% der Gesamtausgaben für die Nutzung aus. „Wesentlich größer ist jedoch der indirekte Einfluss von Car Connectivity auf die Marktanteile. Das Thema wird für die Autohersteller zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor“, sagt Detlev Mohr, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey. „Beim Autokauf spielen Angebote wie Echtzeit-Wartungsinformationen, ortsbasierte Empfehlungen, dynamische Stauprognosen oder Musikstreaming eine zunehmend wichtige Rolle“, so Mohr.

 

Die Autohersteller müssten aufpassen, dass sie die Hoheit über die digitale Revolution nicht den Internetunternehmen überlassen, wie Dominik Wee, Partner bei McKinsey und verantwortlich für das Thema Connected Cars meint. Unternehmen aus dem Software- oder Telekomsektor würden in den Markt drängen und ihre Dienstleistungen (wie Navigationssoftware) oft günstiger und zum Teil kostenlos anbietetn. Viele Kunden seien nicht bereit, für zusätzliche Services einen Aufpreis zu bezahlen.