Für die Altparteien ist die Wählerentwicklung ein Gruß aus der Hölle. Beharrlich ignorieren sie, dass ohne heimische Wertschöpfung und damit verbunden sicheren Arbeitsplätzen kein Staat zu machen ist. Die Grünen fahren ihnen mit ihren Fahrrädern um die Ohren, denken umweltfreundlich, sind aber sicher keine Unternehmer. NEOS ist das Sammelbecken unzufriedener ÖVP-Wähler.
Auch wenn das Vorarlberger Wahlergebnis nicht unbedingt für einen Bundestrend taugt, müssen bei den Vorfeldorganisationen der ÖVP Wirtschaftskammer, Bauernbund, Industriellenvereinigung sowie der SPÖ mit Arbeiterkammer und Gewerkschaft die Alarmsirenen heulen. Die Arbeiter wählen FPÖ und die jungen Leute mangels beruflicher Perspektive Grün. Wie lange wollen die beiden Spitzenparteien diesen Trend noch negieren? Wenn nahezu alles aus China kommt, wird uns bald bei noch so gesunder frischer Luft diese ausgehen.
Grün und Blau, schlechthin „Aufdeckerparteien“, nähern sich dem Schüsseltrieb, wie die Jäger sagen. Sie werden sich zunächst rasch in den eigenen Strukturen stärken und den relativen Wohlstand zu Gunsten des Volkes aus den Augen verlieren. Jedenfalls schaffen die Grünen keine Arbeitsplätze. Was noch da ist, stammt aus der Wiederaufbauzeit nach dem 2. Weltkrieg bzw. unterliegt mühsam dem Leistungswillen der vielen über mehrere Generationen leistenden Klein- und Mittelbetriebe, wie sie in der Kfz-Branche gang und gäbe sind. Noch!
Das ist keine Alternative – und theoretische Reformpakete abzutauschen, wird keine Konjunkturverbesserung zeitigen. Der neue Politikstil passiert nicht in den traditionellen Parteien, sondern an den Parteien vorbei. Ohne großen Schnitt wird es nicht gehen, wollen wir politisch angelehnt wirtschaftlich nicht kaputt gehen.
