Abgesehen von einem ernüchternden Besucherecho am ersten Pressetag, ereifern sich die Mitteilungsprofis in den Konzernen in vornehmer Übertreibung. Zweistellige Zuwachsraten stehen da zu Buche, obwohl jede Aussage von schwierigen Absatzverhältnissen begleitet wird.

 

Die Automechanika, heuer ohne Beteiligung der Automobilhersteller auskommen müssend, leidet kraft ihrer vielen Filialmessen einerseits an Besucherschwund aus dem Ausland, andererseits an den inflationären „Hausmessen“ von Stahlgruber, Wessels + Müller, Carat uvm., die eine Generalpräsentation in Frankfurt immer schwieriger gestalten lassen. Diese Organisationen wiederum stellen die Verbindung zu Handel, Gewerbe und Dienstleistungsperipherie her, worunter die Automechanika mit ihrem Erfolgsausweis zunehmend zu leiden hat.

 

Faktum ist, dass der Gesamtmarkt weder im Ersatzbedarfs- noch im Werkstattausrüstungsgeschäft mehr wächst, obwohl gut aufgestellte Angebotstypen ihren Markterfolg glaubhaft darstellen können. Österreich wird von den Marktbegleitern noch immer als stabil bewertet, hingegen der deutsche Markt vergleichsweise kritisch in seiner Entwicklung betrachtet wird. Dieser Eindruck wird spätestens zur AutoZum im Jänner 2015 in Salzburg Bestätigung finden oder auch nicht.

 

Jedenfalls zeigen sich die Wachstumsgrenzen im Markt auf und nur die Besten der Besten werden gewinnen, was nicht heißt, dass die Kfz-Betriebe davon nicht partizipieren können. Sie werden künftig noch mehr gehätschelt und gepflegt werden, auch wenn die technischen Rahmenbedingungen manchem Betriebstyp wirtschaftliche Grenzen setzen. So gesehen wirkt die Optimismuspille wie eine Happy Pill.