Im vergangenen Jahr sei Russland Opels drittgrößter Markt nach Großbritannien und Deutschland gewesen – aktuell stecke dieser Markt in ernsten Turbulenzen, so Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Opel Group. Man glaube an „das langfristige Potenzial Russlands“, aber Volumen und Preise seien „momentan unter starkem Druck und der Rubel verliert weiter an Wert“. Da dies alles Einfluss auf die Geschäftsergebnisse des Unternehmens habe und im weiteren Jahresverlauf auch weiter haben werde, „ergreifen wir jetzt Maßnahmen, um das Risiko zu minimieren und auf Kurs zu bleiben.“

 

Susanna Webber, bislang in der Geschäftsführung der Opel Group für die Bereiche Einkauf und Logistik zuständig, wird mit sofortiger Wirkung als President und Managing Director Russland das dortige Geschäft führen. Andy Dunstan, der seit 1. November 2013 als Managing Director das Russland-Geschäft verantwortete, wird neuer Vice President, Sales & Aftersales Russland. Gleichzeitig wird die Lokalisierung der Zulieferer vorangetrieben, um den Anforderungen des Werkes in St. Petersburg besser gerecht zu werden. An dem Standort wird zudem die Produktion auf Einschichtbetrieb zurückgefahren und es wird freiwillige Abfindungsangebote für Mitarbeiter geben.

 

GM ist in Russland mit den Marken Opel, Chevrolet und Cadillac vertreten. Von Jänner bis August lag der gesamte Marktanteil der GM-Marken, wie von dem Unternehmen verlautbart, bei rund 7,8% – nach rund 9% im Vorjahr. Im Werk in St. Petersburg werden gegenwärtig der Opel Astra und der Chevrolet Cruze gebaut. Andere Opel-, Chevrolet- und Cadillac-Fahrzeuge kommen aus den Werken der Partner Avtotor und GAZ in Kaliningrad und Nizhniy Novgorod.