Am Samstag dementierte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo noch Gerüchte über einen möglichen Rücktritt. Gestern nahm er nun doch den Hut und kündigte mit 13. Oktober seinen Rücktritt an. Grund dafür sind nicht überbrückbare Differenzen mit Fiat-Chef Sergio Marchionne.
Stein des Anstoßes zwischen Montezemolo und Marchionne waren die fehlenden Erfolge in der Formel 1, denn während die wirtschaftlichen Ergebnisse sehr gut sind, konnte Ferrari in den vergangenen zehn Jahren – trotz Top-Fahrer – nur einen Titel gewinnen. Im Fall von Ferrari seien laut Marchionne schwarze Zahlen aber genauso wichtig wie Siege. Wer Montezemolo nachfolgen wird, ist noch unklar.
Gerüchten zufolge könnte John Elkann, Präsident des Fiat-Verwaltungsrates und Enkel von Giovanni Agnelli, oder Fiat-Chef Marchionne selbst das Steuer des Sportwagenbauers übernehmen.
