Das Ziel der chinesischen Regierung bis 2020 5 Mio. Elektroauto-Zulassungen zu erreichen ist mit aktuell 10.000 Fahrzeugen im letzten Jahr noch weit von der Erfüllung entfernt. So werden Mrd. in den Ausbau der Infrastruktur und Förderungen investiert. Es ist also durchaus verständlich dass westliche Automobilhersteller gemeinsam mit ihren chinesischen Partnern für entsprechendes Angebot sorgen.
So präsentierte vor kurzem BYD den aus der Kooperation mit Mercedes-Benz entstandenen und auf der B-Klasse basierten Denza. Optisch erinnern an die deutschen Wurzeln nur noch Kleinteile wie zum Beispiel die Türgriffe. Chancen hat der Denza aber vor allem aufgrund der verbesserten Leistungen. So verzeichnet der chinesische Verwandte auf dem Prüfstand bis zu 300 Kilometer Reicheweite – im Shanghaier Dauerstau samt Klimaanlage noch beachtliche 200 Kilometer pro Ladung.
Möglich macht dies sein 48,5 kWh fassendes und 650 Kilo schweres Akkupack mit einer Lithium-Eisen-Phosphat-Technik, statt des im deutschen Technikspender verbauten Lithium-Ionen-Akku. Entwicklungschef Frank Schweickhardt erklärt: „Uns war die Effizienz wichtiger als die Dynamik“, und verweist auf „nur“ 117 PS im Denza statt den 177 PS der B-Klasse.
Geladen werden sollte per 22 kW-Station, denn ohne dieser würde ein Ladezyklus statt drei, ganze 30 Stunden in Anspruch nehmen. Besonders interessant zeigt sich der Preis: Zieht man alle in China erhältlichen Förderungen ab, so kostet der Denza nur 235.000 statt 369.000 RMB. Das sind entspricht umgerechnet einem geförderten Preis von rund 26.000 Euro. Laut Daimler wurde der Denza jedoch „in China für China“ entwickelt. Ein Export ist nicht angedacht.
