In ihren Schreiben drohten die Branchenvertreter mit Konsequenzen gegen die „unseriöse Berichterstattung und Verunglimpfung einer ganzen Branche“ und forderten entsprechende Berichtigung. Diese folgte bis dato nicht und auch ein Gespräch mit Mitgliedern der Chefredaktion, an dem unter anderem Dr. Felix Clary, Dr. Christian Pesau, Komm-Rat Ing. Josef Schirak und BIM Komm.-Rat Fritz Nagl teilnahmen, endete ohne irgendetwas.

 

Einmal mehr scheinen die Branchenvertreter nach der inszenierten Empörung die weitere, offene Konfrontation und vehementes Vorgehen gegen die brutale Negativberichterstattung zu meiden und stattdessen auf den (bequemen ?) Faktor Zeit setzen zu wollen: Schon bald werden die Leserinnen und Leser die „Aufdeckerstory“ vergessen haben, und irgendwann wird „News“ – nicht zuletzt aufgrund derzeit spärlich geschalteter Inserate – wieder eine positive Branchen-Geschichte lancieren. Niemand verliert dabei sein Gesicht – danach ist alles Ungemach vergessen. Und bei News „darf“ wieder fleißig inseriert werden.

 

Freilich wird die Rechnung ohne die Endkunden, von denen wir alle miteinander wirtschaftlich abhängig sind, gemacht. Denn in ihren Köpfen bleibt permanente Negativ-Berichterstattung leider viel länger haften, als es uns lieb ist. So wäre es nicht verwunderlich, wenn uns allen auch diese bald den „Stinkefinger“ zeigen.