Das vom Joanneum entwickelte „akustische Tunnelsicherheitssystem“ (AKUT) soll helfen, bei Unfällen schneller Alarm zu schlagen und Rettungskräfte früher alarmieren zu können. Das System besteht aus Mikrofonen und speziellen Algorithmen die quietschende Reifen, schreiende Menschen oder Aufpralllärm erkennen und 1 bis 2,5 Minuten früher Alarm schlagen, als die bereits installierte Videoüberwachung.
Gerade bei Bränden im Tunnel, die laut Asfinag-Vorstand Alois Schedle „öfter vorkommen als man denkt“, kann diese Zeitspanne überlebenswichtig sein. Franz Graf, AKTUT-Projektleiter, erklärt die Herausforderungen bei der Entwicklung des Systems: „Neben den hohen Materialanforderung durch das raue Klima im Tunnel, mit hohen Temperaturschwankungen, großer Luftfeuchtigkeit, aber auch hoher Konzentration an Feinstaub, toxischen Gasen und Abgasen, war die Algorithmus-Entwicklung am schwierigsten.“
Bis 2019 soll AKUT in 32 Tunnelanlagen wie dem Arlberg-, Gleinalm, oder der Karawankentunnel installiert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 16 Mio. Euro.
