Für den ORF war es eine denkbar gute Story: Wie in der TV-Sendung „heute konkret“ gestern (4.8.) berichtet wurde, hatte ein niederösterreichischer Kunde nicht allzu lange Freude an seinem BMW X5. Das Fahrzeug mit Baujahr 2008, das bei der Autohausgruppe Zitta erworben worden war, wurde prompt bei einer Fahrt nach Deutschland von der dortigen Polizei beschlagnahmt. Der Hintergrund: In Italien war das Fahrzeug als gestohlen gemeldet und daher europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden.

 

Dem Autohaus Zitta gelang es, rasch eine Kulanzlösung ohne Mehrkosten für den Kunden auf die Beine zu stellen. Selbst hatte man keinen Fehler gemacht: Der im August 2013 „von privat“ zugekaufte X5 wies eine scheinbar makellose Historie auf, von der Einzelgenehmigung bei der Tiroler Landesprüfstelle im Jahr 2012 bis hin zum „grünen Licht“ in der Genehmigungsdatenbank. Doch wie können solche Fälle in Zukunft vermieden werden?

 

„Wir haben rasch reagiert, um unsere Mitglieder vor den damit verbundenen Kosten und Mühen zu schützen“ unterstreicht Komm.-Rat Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels. Künftig sollen die aktuellen Kfz-Fahndungslisten des Innenministeriums dem Gremium übermittelt und auf dessen Homepages veröffentlicht werden. Für Händler wird es somit ein Leichtes sein, vor dem Ankauf zu prüfen, ob ein vermeintlich attraktiver Gebrauchtwagen nicht doch eine dunkle Geschichte aufweist.

 

Die Ausgabe von „heute konkret“ vom 4.8. ist unter diesem Link abrufbar.