Konsumkultur, Ressourcenknappheit, Digitalisierung und demographische Veränderungen verursachen einen Wandel in der Konsumkultur, der laut den Experten von Roland Berger den Mobilitätsbereich besonders stark erfassen wird. „Dank der intelligenten Verknüpfung von Mobilitätsangeboten wird der Trend zur Shared Mobility in den Großstädten weltweit stark zunehmen“, sagt Prof. Dipl.-Ing. Dr. Roland Falb. Ein deutliches Anzeichen dafür sei die zunehmende Zahl einschlägiger Marktakteure – von innovativen Startups bis hin zu Autoherstellern.

 

Falb und seine Mitautoren unterscheiden in Sachen Shared Mobility zwischen 4 Teilbereichen. Beim bereits weithin bekannten Carsharing sollen die weltweiten Umsätze in den nächsten Jahren um jeweils 30 % steigen und 2020 einen Umfang von 5,6 Mrd. Euro erreichen. Das als „Ridesharing“ bezeichnete organisierte Mitfahren in (privaten) Autos auf kurzen und mittleren Strecken soll parallel ein Umsatzvolumen von 5,2 Mrd. Euro generieren. Dem „Bikesharing“ wird, getrieben von den neuen E-Fahrrädern, ein Umsatz von bis zu 5,3 Mrd. Euro prognostiziert. Mit der durch mobiles Internet revolutionierten Parkplatzsuche in Großstädten („Shared Parking“) könnten 2020 zudem 2 Mrd. Euro erwirtschaftet werden, meinen die Studienautoren.