„In Deutschland sind die Partikelemissionen aus Feuerwerken derzeit so hoch wie die gesamten PM10-Feinstaub-Abgasemissionen aller Fahrzeuge. Da Feuerwerke meist zu Silvester abgebrannt werden, kann man sagen, dass in Deutschland in einer Nacht so viele Partikel durch Feuerwerke ausgestoßen werden wie von allen Fahrzeugmotoren in einem ganzen Jahr“, sagt Univ. Prof. Dr. Hans-Peter Lenz, Vorsitzender des ÖKV und ehemaliger Leiter des Instituts für Verbrennungsmotoren an der TU-Wien.
„In Österreich ist es ähnlich, Feuerwerke emittieren mehr Partikel als alle Nutzfahrzeuge zusammen“ ,so Lenz. Bei stark befahrenen Straßen erreichen die Immissionskonzentrat von Dieselmotoren höchstens Werte um 70 Mikrogramm PM10/m³. Wie aus der Studie hervorgeht, seien in der Silvesternacht Konzentrationen von über 3000 Mikrogramm/m² keine Seltenheit.
„Gegenüber Dieselfahrzeugen emittieren Feuerwerke pro kg pyrotechnische Sätze bis zu 1000-mal mehr Partikel und verursachen daher extrem hohe Partikelimmissionswerte. Ein beträchtlicher Teil der Partikel sind giftige Schwermetalle wie etwa Barium“, so Lenz. Als Schlussfolgerung könne gesagt werden, dass es widersprüchlich sei, einerseits die Partikelemissionen der Motorenabgase durch Errichtung von Umweltzonen und Verschärfung der Abgaslimits zu bekämpfen und dann dieselbe Menge Partikel, mit noch toxischeren Inhaltsstoffen, in einer Nacht in die Atmosphäre freizulassen.
„Es ist höchste Zeit einzusehen, dass die derzeit umweltschädlichen Feuerwerke ersetzt werden müssen.“ Auch die Automobilbranche habe sich wie viele andere Industriezweige den Bedürfnissen der Umwelt angepasst.
