Zur Erinnerung: Der vor einigen Wochen bekannt gewordene Plan der Stadtregierung sieht vor, denn Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis 2030 von 28 auf 15 % zu reduzieren. Bis 2050 wird eine weitere deutliche Verringerung angestrebt.

 

„Der ÖAMTC bekennt sich zu einem sinnvollen Mobilitätsmix in der Stadt, bei dem Öffis eine zentrale Rolle spielen. Auch über durchdachte Maßnahmen zur Reduktion der Kilometerleistung von Pkw in der Stadt kann man diskutieren“, sagt dazu Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖATMC-Interessenvertretung. Konkrete Aussagen würden im „smarten“ Strategiepapier jedoch fehlen, was die Angst vor einer noch stärkeren Beschneidung der Rechte der Autofahrer schüre – vom bereits jetzt zu beobachtenden Parkplatzrückbau über eine nochmaligen Ausdehnung und Verteuerung des „Parkpickerls“ bis hin zu Tempo 30, Fahrverboten und Citymaut.

 

„Das generelle Verdammen von motorisiertem Individualverkehr ist weder sinnvoll noch machbar. Es würde die Zukunftsperspektiven der Stadt verschlechtern, weil es die Mobilität jedes Wieners reduzieren würde", so Wiesinger.