Demnach darf kein Arzt, kein Polizist und kein Altenbetreuer mehr ein Auto nutzen, um zu helfen, zu schützen, zu pflegen. Was die Arbeitsplätze betrifft, zeigt die rigide Haltung gegen jede private Form der Automobilität ohnehin schon ein erschüttertes Vertrauen der Verbraucher in die Regierung.
12 Prozent mehr Arbeitslose, viele davon können sich nicht mal mehr neues Schuhwerk leisten, um wenigstens die Sozialeinrichtungen zu erreichen. Sachlichkeit zum Automobil einfach auszublenden, verblendet dem VCÖ jede klare Sichtweise. Wir alle wissen: Die oberste Instanz in Mobilitätsfragen im Land ist sicher nicht der VCÖ, sondern der Souverän. Um auf Nummer sicher zu gehen: Dieser Souverän, das sind wir, also Sie und ich, also alle, die in der Wahl des Verkehrsmittels sich nichts vorschreiben lassen können, wollen, dürfen.
Nun ist das mit dem Souverän so eine Sache – dogmatisch mag er er zwar top sein, kommunikativ aber ein totaler Flop. Will heißen: Er hat wohl immer recht, nur weiß niemand, wofür er steht. Das macht sich der Verkehrsclub von der Politik Gnaden zunutze. Der VCÖ beschäftigt zahllose Wanderprediger, Deuter, Quacksalber und Pfründenjäger und ließ so eine Institution entstehen, die – politisch legitimiert – dem Souverän ständig aufs Maul haut. Mit seinen jüngsten Ausführungen ist der VCÖ nun stark in die Kritik geraten. Mit dem Geld von uns Steuerzahlern werden Mobilitätsformen unter vollständiger Auslassung der individuellen Automobilität ausgelobt, ohne auch nur einen einzigen Gedanken darauf zu verschwenden, dass in Verfolgung dieser Zielrichtung weitere Tausende Arbeitsplätze schwer gefährdet sind – in Regionen, wo ohnedies die Kleinunternehmen sterben.
Der Souverän, also wir, Sie und ich, hat immer weniger Geld übrig, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten, also brauchen wir nicht auch noch Heckenschützen, die mit ihren Analyseattacken und Fehlprognosen zusätzlich unserer Wirtschaft schweren Schaden zufügen. Wir verweisen jedoch auf die Tatsache, dass weitere mutwillige Beschädigungen unserer individuellen Mobilität das Stimmverhalten nachhaltig beeinflussen wird.
Kein Job und keine Einkünfte – oder immer weiter von zu Hause entfernte Einsatzpunkte lassen auch junge Leute ihr Wahlverhalten ändern. Auf Dauer werden sich die VCÖ-Leute mit ihrem Antiautolobbying „duschen“ können, weil ihnen der Souverän die Gefolgschaft verweigern wird. Zum Demokratieverständnis: Der Mensch ist das Maß – mobil sein das Ziel! Dazu gehört untrennbar das Automobil.
