Rund 262.000 Fahrzeuge dürften im Vorjahr in Österreich am Ende ihres Autolebens angelangt sein. Hierzulande verwertet wurden aber nur 74.000 Stück, erklärte Ing. Walter Kletzmayr, Sprecher der heimischen Shredderbetriebe, kürzlich bei einer Tagung: „Der Verbleib von geschätzten 195.000 Stück Altfahrzeugen ist ungeklärt.“
Dieser „Schwund“ ist nicht nur wirtschaftspolitisch, sondern auch im Hinblick auf Umweltschutz und Verkehrssicherheit problematisch. Immer mehr Experten fordern daher eine verpflichtende Überprüfung vor dem Export, sodass nur mehr verkehrssichere oder reparierbare Autos ausgeführt werden könnten, während alle anderen Vehikel juristisch als Abfall zu behandeln wären.
Derartige Ausfuhrtests wären eine wirksame Handhabe gegen die von den Kfz-Versicherungen genützten Wrackbörsen, sagt Komm.-Rat Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels: „Freilich muss der Branche auch klar sein, dass damit der von manchen Händlern selbst betriebene Altfahrzeugverkauf an ausländische Abnehmer erschwert würde.“
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