Die kürzlich präsentierte Verkehrsstrategie der Wiener Stadtregierung ruft die Kfz-Techniker auf den Plan. Schon jetzt sei es außerordentlich schwierig, in innerstädtischer Lage eine Werkstätte zu betreiben, weiß Bundesinnungsmeister Nagl. Sollte der Pkw-Verkehr tatsächlich bis 2030 beinahe halbiert werden, seien zahlreiche Betriebsschließungen unvermeidlich.
„Rund 600 Kfz-Werkstätten mit 4.500 Mitarbeitern und 838 in ihrer Ausbildung stehende Lehrlinge sehen sich zukünftig ihrer Existenz beraubt“, so Nagl. Zudem würden den über 680.000 Autobesitzern in der Bundeshauptstadt „teilweise unzumutbare Wegstrecken für Service- und Reparaturleistungen“ drohen.
Nagl unterstreicht sein Eintreten für eine „individuelle Mobilität mit freier Wahl der Fortbewegung“. Aufgrund ideologischer Scheuklappen seien die derzeitigen Wiener Verantwortlichen jedoch an keinem Konsens interessiert, was mittelfristig die Zukunft eines ganzen Wirtschaftszweigs gefährde: „Sollen wir unseren Mitgliedern und speziell unseren Lehrlingen erklären, dass Berufsstände wie Fahrradmechaniker oder Schuster in Ballungszentren zukünftig mehr Chancen haben?“
