1962 rollten die ersten Renault 8 vom Band – konzipiert als kleine Familienlimousine. Der 40 PS Motor mit fünffach gelagerten Kurbelwellen und oben liegender Nockenwelle im Heck sorgte für exzellente Traktion. Das Potential des kleinen Franzonsen war damit noch lange nicht ausgeschöpft, was die Verantwortlichen bei Renault erkannten und den PS-Zauberer Amédée Gordini beauftragen, eine verschärfte Version des beliebten 8ers zu entwickeln.

 

Gordinis Technikpaket für den Renault 8 umfasste einen neu konstruierten Querstrom-Zylinderkopf aus Aluminium mit V-förmig positionierten Ventilen, zwei Solex-Doppelvergaser und einen Fächerkrümmer. Außerdem bohrte er den Hubraum auf 1.108 ccm auf. Mit 63 kW/86 PS und in der markanten Farbe Blau war er mehr als doppelt so stark wie sein ziviler Bruder und hat keine Mühe, die gerade einmal 3,99 Meter lange Limousine bis auf 170 km/h Spitzentempo zu schieben. Damit gehörte der Renault 8 Gordini im Jahre 1964 definitiv zu den Schnellsten auf der Straße.

 

Viele Fahrer erleben ihr zweites blaues Wunder, als Renault 1966 mit dem „Coupe Gordini“ die erste Markenpokalserie der Welt ins Leben rief. Die Serie war vom Start weg ein Erfolg und trug maßgeblich dazu bei, dass sich der Renault 8 Gordini zum heiß geliebten Kultmobil entwickelte. Als 1970 die Produktion des Renault 8 Gordini auslief, verleißen insgesamt 12.203 Exemplare die Werkhallen das waren immerhin 9 % der Renault 8 Gesamtproduktion.