Da zwischen Kugelkopf und Deichselmaul permanent Metall auf Metall reibt, werde über Kurz oder Lang selbst der widerstandsfähigste Schutzlack abgeschmirgelt. Bei häufiger Nutzung komme es selten zu größeren Rostansammlungen auf der Kugelkopfoberseite, da das Metall während der Fahrt immer wieder blankpoliert werde.
Da der Lack ebenfalls leide, sollte man den Kugelkopf bei Nichtgebrauch allerdings mit der mitgelieferten Abdeckung vor Feuchtigkeit schützen und regelmäßig mit einer Fettschicht konservieren. Letzteres gelte nicht in Kombination mit Anti-Schlinger-Systemen oder Trägern, wie sie vor allem für Fahrräder oder Ski angeboten werden. In diesen Fällen müsse eine eventuell vorher aufgetragene Schmierschicht von der Kugel sorgfältig entfernt werden, um eine sichere Verbindung zu gewährleisten.
Ist der Kugelkopf rostig, sollte er kurz vor dem Ankuppeln eines Anhängers mit feinkörnigem Schmirgelpapier gesäubert werden – dadurch ließen sich lästige Geräuschbildungen während der Fahrt vermeiden. Bei abnehmbaren Modellen bzw. Schwenksystemen sei es außerdem ratsam, alle beweglichen Teile und Gelenke zu schmieren. In Hinblick auf die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmaße sollte der Kugelkopf deshalb regelmäßig vermessen werden: „Spätestens wenn der Durchmesser die Mindestmaße unterschreitet, muss ein Austausch erfolgen“, sagt Daniel Korn von Bertelshofer.
