„Seit dem Wegfall der Kfz-GVO haben sich die Rahmenbedingungen in den meisten Ländern rapide verschlechtert. Resignation beherrscht die Szene“, berichtet Dr. Friedrich Knöbl, gemeinsam mit Mag. Christoph Wychera österreichischer Vertreter bei den „European Distribution Lawyers“. Diese Vereinigung von Spezialisten für Vertriebs- und Kartellrechtsfragen traf einander in der vergangenen Woche in Istanbul.

 

Diskutiert wurden dabei „oft gar nicht so augenscheinliche Maßnahmen“, mit denen die Rechte der Händler zugunsten der Hersteller und Importeure immer weiter zurückgedrängt würden. In mehreren Markenorganisationen seien höhere Standards oder regelrechte Netzbereinigungen absehbar. Die heimischen Händler, so Knöbl, hätten angesichts dessen mit dem im Vorjahr in Kraft getretenen Kraftfahrzeugsektor-Schutzgesetz „die von der EU-Kommission verordnete Abschaffung des bisherigen Kfz-Kartellrechtes noch am besten gemeistert“.